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Bau eines Sportboothafens für 400 Liegeplätze in Kühlungsborn
  Kurzbeschreibung als pdf (328 KB)


Luftbild Sportboothafen Kühlungsborn März 2004

Auftraggeber Umschließung Eigenbetrieb Kurverwaltung Stadt Ostseebad Kühlungsborn
Auftraggeber Hafenausbau Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH
Bauvolumen (gesamt) ca. 11 Mio
Zeitraum 2001 - 2003
Leistungsumfang

Entwurfs- bis Ausführungsplanung und Ausschreibung, Bauleitung sowie Sicherheits- und Gesundheitskoordination


Mit dem Neubau des Bootshafen Kühlungsborn mit 400 Liegeplätzen wurde eine Lücke in der Reihe der Häfen längs der Ostseeküste geschlossen. Der Hafen liegt am östlichen Ortsende und bildet den städtebaulichen Abschluss vor dem Übergang in die Steilküste.

 

Der Hafen ist mit 950 m Molen aus Schüttsteinen und Blöcken bis 6 t Einzelgewicht umschlossen. Der Baugrund mit Torf- und Muddeschichten bis in 11 m Tiefe stellte hohe Anforderungen an die Gründung der Molen und der Pfähle für die Stege und Dalben. Die Uferbefestigung im Hafen besteht aus einer Stahlspundwand und anschließendem Deckwerk.

Wie jedes Bauwerk an der Außenküste bedeutet der Hafen einen Eingriff in die Strömungsverhältnisse und den Sedimenttransport. So kommt es im Westen des Hafens zur Sandanlandung und im Osten zur Lee-Erosion vor der Steilküste. Für eine regelmäßig durchzuführende Sandspülung von West nach Ost wurde bereits beim Hafenbau eine fest installierte Spülleitung längs der Ufersicherung vorgesehen. Der Strand vor der Steilküste wurde durch Buhnen gesichert und die Buhnenfelder mit Sand aus dem Hafenbecken aufgefüllt. Die Mole wurde an die Steilküste herangeführt und die Küste mit einem abnehmenden Deckwerk gesichert. Trotz mehrere Sturmfluten seit Fertigstellung ist die Küstenlinie östlich des Hafens stabil.

 

Auf dem Hafenvorplatz befinden sich Krane, Entsorgung für Schmutz- und Bilgenwasser, Bootswaschplatz und eine Bootstankstelle. Die Zufahrt ist mit einem Fluttor gesichert. Für den in das Hafenbecken einmündenden Fulgenbach wurde ein Einlaufbauwerk mit doppeltem Sperrschieber gebaut. Der Innenausbau erfolgte, nach dem von 100.000 m³ Sand und Torf ausgebaggert und und getrennt verwertet wurden, mit 1.100 m Schwimmstegen für die Sportboote und einem festen Steg für die Fahrgastschifffahrt und einem Seenotkreuzer.

Vom Vorentwurf bis zur Bauleitung einschließlich Sicherheits- und Gesundheitskoordination wurden alle ingenieurtechnischen Aufgaben einschließlich der technischen Ausrüstung von b&o Ingenieure übernommen. Auftraggeber für die Molenumschließung und alle Maßnahmen zur Küstensicherung war die Stadt Kühlungsborn. Der Ausbau mit Schwimmstegen und die Hafenausbaggerung wurden von der Touristik-Service-Kühlungsborn finanziert.